Heider Landfrauen besuchen RKiSH-Akademie in Heide

42 Landfrauen und Gäste des Vereins Heider Landfrauen und Umgebung machten sich auf dem Weg zur RKiSH-Akademie nach Heide, um einen Einblick in die Ausbildung der Notfallsanitäter und Rettungssanitäter zu erhalten. Die RKiSH-Akademie befindet sich auf dem Gelände des WKK Heide im Gebäudekomplex des Bildungszentrums für Berufe im Gesundheitswesen (BBG).

 

 

Herr Jan Meuter empfing die Interessierten, führte sie zunächst durch die Klinik zum Schulungszentrum und stellte sich vor.

Er kam 1998 über den Zivildienst zum Rettungsdienst und erkannte, wie notwendig es ist, Hilfe leisten zu können. Eine Ausbildung zum Rettungsassistenten, später dann die Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter und ständige medizinische und auch pädagogische Weiterqualifizierungen brachten ihn bis zum Dozenten an der 2009 gegründeten RKiSH-Akademie. Seine Hauptaufgaben sind die Notfallsanitäter-Ausbildung sowie Trainertätigkeiten im Bereich Patientensimulation und das Qualitätsmanagement.

Er berichtet, dass die Rettungskooperation sich über vier Kreise erstreckt; Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg mit der Insel Helgoland und Rendsburg-Eckernförde. In diesem Gebiet leben ca. 850 000 Einwohner in 22 Städten und 419 Gemeinden. Es gibt 31 Rettungswachen, acht Notarztstandorte und die beiden Verwaltungsstandorte Heide und Pinneberg sowie die Akademie in Heide. In Dithmarschen erfüllen die Mitarbeiter der RKiSH an neun Rettungswachen ihren Dienst, um die präklinische Notfallversorgung und den qualifizierten Krankentransport sicherzustellen.

Herr Meuter erklärte den Unterschied, der erforderlichen Qualifikation und Aufgaben der Notfallfallsanitäter (3jährige Ausbildung) und dem Rettungssanitäter mit einer Kurzausbildung von ca. 3 Monaten. Insgesamt sind ca. 750 Personen bei der RKiSH beschäftigt, die ständig weitergebildet werden. Durch das Simulationstraining können sie kompetent, innovativ und praxisnah ausgebildet werden.

Während der Ausbildungszeit wird in der Schule, auf der Rettungswache und in der Klinik gearbeitet. Der Fokus liegt in der Handlungsorientierung, einem hohen Anteil an Praxistraining und Simulation, die mit Kameras aufgezeichnet und dann Nachbesprochen wird.

Das Tätigkeitsfeld der Notfallsanitäter profitiert vom Wissen der menschlichen Faktoren in Hochrisikoorganisationen. Dabei kann die Simulation große Dienste leisten. Die Dozenten orientieren sich bei den angebotenen Lerndienstleistungen an modernen pädagogischen Konzepten.
Sollten während ihrer Tätigkeit im Rettungsdienst traumatische Erlebnisse auftreten, besteht die Möglichkeit der Aufarbeitung des Geschehenen durch qualifizierte Kräfte des SBE (Stressbewältigung nach belastenden Einsätzen) Teams.
Die Landfrauen und ihre Gäste hatten zum Schluss der Veranstaltung die Möglichkeit, bei den Übungen im Simulationszentrum zuzuschauen und waren beeindruckt von den technischen Möglichkeiten. Eine großzügige Getränkeauswahl zur Stärkung rundete den Vortrag ab.

Die 2. Vorsitzende Frau Brigitte Jacobsen bedankte sich mit einem Scheck für die Arbeit in der Akademie und die interessanten Ausführungen.

 

 

 

 


Anita Lorenz